Ein Arbeiternehmer musste nach 45 Jahren erfüllten Arbeitslebens zusehen, wie ein amerikanischer Unternehmensberater "seiner" Firma die Macht übernahm.
rücksichtslos
mit Menschen umging, auf fachliche Kompetenz bewusst verzichtete, Widerspruch
und positive Anregung nicht duldete. Das bedeutete, sie, die Menschen, die sich
jahrzehntelang für die Firma eingesetzt hatten, sich mit ihr identifizierten,
wurden am Ende gefeuert. Die Vorgehensweise sah immer wieder gleich aus, traf
immer die Kreativen, niemals die Kopfnicker und folgte in mehreren Schritten.
1.
Schritt:
Man
nimmt dem Mitarbeiter die Personalverantwortung
für die Gruppe
oder
die Abteilung.
2.
Schritt: Man „befördert“ ihn auf eine Stabsstelle, ohne Personalverantwortung,
wo
er „wichtige“ Aufgaben, wie z.B. Innovationsmanagement direkt für
einen
der oberen Chefs erledigst. So manch einer ist nun noch stolz
darauf
so etwas Wichtiges tun zu dürfen.
3.
Schritt:
Nach und nach entzieht man ihm eine Aufgabe
nach der anderen und gibt
ihm
immer verwirrendere dienstliche Anweisungen.
4.
Schritt:
Nun
entfällt plötzlich die Stabsstelle und man macht ihm das Angebot in einer
anderen Abteilung zu arbeiten. Dabei muss man leider über seinen Vertrag reden,
da die neuen Aufgaben anders bewertet werden - natürlich niedriger.
5.
Schritt:
Schnapp,
die Falle ist zu, wenn er nicht bei Schritt 1 schlau genug war sich anderweitig
zu bewerben, oder aus welchen Gründen auch immer, Alter, Arbeitsmarktsituation,
keine neue Stelle bekommen hat.
Folge: Frustration, innere Kündigung, Verlust von Selbstwertgefühl, sozialer Abstieg.
Folge: Frustration, innere Kündigung, Verlust von Selbstwertgefühl, sozialer Abstieg.
Hier
betrifft es Ingenieure, die über ein enormes Fachwissen verfügen, voller Ideen
stecken, dieses Wissen an junge Menschen weiter gegeben haben und weiter geben
wollten. Aber nur wenige junge Menschen wurden in den letzten Jahren
eingestellt, die alten vorzeitig und wahllos aus dem Unternehmen entlassen.
Wer
kann es sich erlauben auf so viel fachliche Kompetenz zu verzichten?
Der Morgenthau-plan - im Jahre
1944, noch vor dem Ende des 2. Weltkrieg entwickelt,
sah unter anderem vor Deutschland
in ein Agrarland zu verwandeln.
im Angesicht des vielen Leids, der
sechzig Millionen toten, durch den Größenwahn Hitlers zerstörten Städte, Dörfer,
Landschaften, Industrien, der sechs Millionen hingerichteter Juden aus ganz Europa,
kann ich nachvollziehen, dass man in seiner unendlichen Trauer und Wut über
soviel Zerstörung einen solchen Plan entwickelt.
Er ist nie zum Tragen gekommen und
das hat Deutschland dem zweiten "großen" wahnsinnigen Machthaber des
vorigen Jahrhunderts zu verdanken.
Als die westlichen Alliierten
erkannten, Stalin ist kein verlässlicher Partner, ließen sie den Plan fallen.
Churchill träumte nach dem 8.Mai 1945 von einem Angriff der westlichen Alliierten
gegen die Sowjets, mit Unterstützung Deutschlands. Es war ein kurzer Traum.
Aber die Amerikaner erkannten schnell, die westlichen Besatzungszonen mussten
gestärkt werden. Sie befürchteten, Stalins Machtgier würde nicht an
Deutschlands Grenzen Halt machen. So wurden die deutschen Industrien
unterstützt, die Bundeswehr trotz vieler gegenteiliger Sonntagsreden schnell
aufgebaut, Westberlin gestärkt. Deutschland war das Bollwerk gegen Stalin.



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